Die Blaue Gans (2009/04)

Geschrieben von daniela am 11. Mai 2009 | Abgelegt unter essen+trinken[auswärts], schlafen[auswärts], österreich[essen+trinken], österreich[schlafen]

Es gibt Restaurants, in die zieht es einen immer wieder hin. Das mag an dem tollen Essen liegen, an der gemütlichen Atmosphäre, an dem aufmerksamen Service oder im besten Falle an einer gelungenen Kombination aller positiven Eigenschaften.

Ein so ein Restaurant, wo es uns über die Jahre immer wieder hinzieht, ist die Blaue Gans in Weiden am See.

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Die Lage des Restaurants ist einfach toll. Im Sommer gibt es kaum etwas schöneres, als im wunderschönen Garten zu sitzen, auf das Wasser des Neusiedler Sees zu schauen und dabei die herrlichen Kreationen von Alain Weissgerber zu genießen. Ein gutes Glaserl Wein darf dabei natürlich auch nicht fehlen! :)

Als wir über Ostern in Österreich waren, stand ein Besuch des Weinfrühlings in Gols an. Zu unserer Freude, konnten wir das Wochenende mit einigen unserer Freunde genießen, die uns sehr ans Herz gewachsen waren. Klar, dass wir da gerne die Organisation übernahmen.

Die Unterkünfte im Seepark Weiden waren wirklich sehr gemütlich und äußerst geschmackvoll eingerichtet. Selten habe ich in einem Bett so gut geschlafen und das ging nicht nur mir so. Offensichtlich waren die Appartements frisch renoviert, denn die Zimmer sahen unserer Erinnerung nach vor eingen Jahren noch etwas anders aus. Das Frühstück soll wohl auch der Hammer sein, habe ich mir sagen lassen. Leider hatten wir keine Gelegenheit es zu genießen – das werden wir uns beim nächsten Mal aber sicher nicht entgehen lassen.

Donnerstag Mittag ging es für Thomas und mich von Wien Richtung Gols. Hatten wir eigentlich vorgehabt bei schönem Wetter den Tag an der Mole West zu genießen, so änderten wir – bzw. eigentlich Thomas :) – recht bald den Plan. Und so landeten wir in der Blauen Gans, obgleich wir für den Samstag Abend dieses Restaurant bereits reserviert hatten. Wir konnten einfach nicht widerstehen …

Zur Vorspeise hatte ich gebratene Entenleber mit einem jahreszeitlich passenden Rhababer-Kompott und Thomas wunderbar geschmackvolle Ziegen-Erdäpfelbällchen auch einem Salat.

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Zum Hauptgang gab es für Thomas ein perfektes Backhenderl und für mich eine Seebrasse mit einem gebratenen Jungknoblauch, den ich sensationell fand. Leider scheiterte der Versuch, diesen zu Hause nachzukochen bis jetzt. Aber ich bleib d’ran. :)

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Normalerweise  bin ich ja mich so der Nachspeisenfan, schon gar nicht um die Mittagszeit. Aber dieses Zitronensorbet an dem sonnigen Tag hat mich einfach angelächelt. Und wie froh ich war, dass ich Thomas nicht alleine eine Nachspeise (Topfenknödel mit Erdbeerkompott) bestellen lies! Das Sorbet war genauso zubereitet, wie es sich gehört: schön kalt schaumig geschlagen, zusammen mit Wodka und Prosecco. Perfekt!

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Samstag Abend genossen wir dann zu vierzehnten das folgende Menü:

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Avocadocreme mit gepfeffertem Thunfisch und Frühlingskräutern

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Leithaberger Bärlauchsuppe mit pochiertem Ei

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Knuspriger Zander vom See mit Dijonlinsen und hausgemachten Wuzinudeln

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Grammelknödel auf Sauerkraut

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Kurzgebratenes und Ossobucco vom Milch-Osterlamm mit Sojabohnen und Mangold

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Warmer Schokoladekuchen mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott

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Der Höhepunkt des Menüs war für mich fast der erste Gang, nahm man einen Bissen, zerflossen die Zutaten im Mund zu einer Harmonie, das es eine Freude war. Sogar der Teller von einer Freundin, die normalerweise keinen rohen Fisch isst, war leer. Die Suppe war geschmacklich einwandfrei, bei einigen – wie zB bei mir – leider etwas kühl. Der Zander herrlich kross auf der Haut gebraten, die Grammelknödel nicht ganz so überzeugend, dafür das Lamm wieder ein  Gedicht. Bei mir war der Schokoladekuchen noch herrlich flüssig im inneren Kern, das dürfte wohl nicht auf allen Tellern so gewesen sein. Alles in allem was es ein sehr stimmiges Essen. Das Menü hat mit Sicherheit nicht durch irgendwelche außergewöhnlichen Kombinationen oder Zubereitungsarten geglänzt, aber die Zutaten waren alle top frisch und geschmacklich war alles einwandfrei, oft sogar ein wunderbares Gaumenerlebnis.

Toll fanden wir auch, dass sowohl Donnerstag Mittag als auch Samstag Abend der Chefkoch persönlich in der Küche stand. So was sieht man doch als Gast immer gerne.

Wir hoffen jetzt nur, dass an all den Gerüchten rund um die Blaue Gans, nicht all zu viel d’ran ist …

Nachsatz: Wir hatten alle sehr viel Spaß mit diesem lustigen Erpel! :)

seepark_weiden, ente

[Bewertung 2009 > Gault Millau: 2 Hauben]

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