Resort Schwielowsee (2009/08)

Geschrieben von daniela am 1. Oktober 2009 | Abgelegt unter deutschland[schlafen], schlafen[auswärts]

Keine Ahnung was uns da durch den Kopf gegangen ist, als wir entschieden haben, zur Potsdamer Schlössernacht ausgerechnet an einem Freitag Spät-Nachmittag mit dem Auto von Düsseldorf nach Berlin zu fahren … Wir waren nach etlichen durch- und umfahrenen Staus jedenfalls heilfroh, als wir endlich, zwei Stunden später als geplant, in unserem Hotel in Werder ankamen, im Resort Schwielowsee.

Resort Schwielowsee - Blick vom See

Da wir erst relativ spät durch einen glücklichen Umstand zu Karten für die Potsdamer Schlössernacht gekommen sind, waren eigentlich so gut wie alle Hotels in Potsdam und Umgebung bereits ausgebuchtet. Letztendlich ergatterten wir dann noch ein Zimmer im besagten Resort.

Es erwartete uns bei der Ankunft eine auf den ersten Blick wirklich ausgesprochen schöne Hotelanlage. Die Anlage gliedert sich in das Hotel Seaside Garden, wo auch die Rezeption, die Restaurants und der Spabereich untergebracht sind und in das Key West Village, das aus Appartements besteht.

Der sogenannte ‘Key West Style’ bezieht sich eigentlich auf den Bahamas Architekturstil. Man blickt auf viele wunderbare weiße Holzhäuser, mit einem Kolonialarchitektur Touch und blauen Dächern, umrahmt von saftig grünen Wiesen und dem Schwielowsee vor der Türe.

Im Hotel hat man die Wahl zwischen “Klassisch elegant – das Hampton Zimmer”, “Pure Frische – das Maritim Zimmer” und “Romantisch verspielt – das Karibik Zimmer”.

Nach einem höflichen, aber keineswegs freundlichen Empfang, folgte die erste Enttäuschung beim Anblick unseres Zimmers. Von allen drei Zimmerarten gefiel uns das Karibik Zimmer am wenigsten, aber ausgerechnet dieses, erhielten wir. Aber gut, über Geschmack kann man streiten.

Das Zimmer war definitiv nicht zu klein, aber doch deutlich kleiner als die meisten anderen Zimmer in dem Hotel. Wir hatten genau eines der beiden Eckzimmer mit der kleinsten Fläche erhalten. Enttäuschung Nummer zwei, aber auch nicht all zu tragisch.

Wirklich geärgert hat uns aber der Ausblick. Wie schon erwähnt war die Hotelauslastung zu dieser Zeit aufgrund der Schlössernacht äußerst hoch, das heißt wir waren im Endeffekt froh, überhaupt noch ein Zimmer bekommen zu haben. Wir waren uns auch dessen bewusst, dass wir leider deshalb kein Zimmer mit Seeblick mehr buchen konnten.

Beim Öffnen des Fensters traf uns aber fast der Schlag: vom ersten Stockwerk blickten wir direkt auf den Autoparkplatz, der Radgarage und die Straße.

Mit wenig Hoffnung baten wir an der Rezeption um einen Zimmertausch, der wie erwartet nicht möglich war, Die Antwort der Rezeptionistin, dass auf der Internetseite deutlich angeschrieben steht, dass diese Zimmerklasse keinen Seeblick hätte, empfand ich als pure Frechheit. Im Internet wird dieser Ausblick, der sich uns bot, nämlich als Landblick bezeichnet. Und ganz ehrlich: was wir zu sehen bekamen, hatte mit Landblick herzlich wenig zu tun!

Wie kann es in einem Hotel dieser (Preis)Klasse überhaupt solche Zimmer geben, die dann auch noch mit Landblick angepriesen werden und nicht viel weniger kosten als die weiteren Kategorien?

Wenigstens waren die Zimmer und die Anlage an sich sauber, wenngleich an etlichen Fenstern der Hotelanlage Spinnennetze und Tiere hingen, und das definitiv nicht erst seit gestern …

Der Service im Restaurantbereich am nächsten Vormittag überraschte uns nach den Erfahrungen mit der Rezeption nicht im geringsten: unorganisiert, langsam und teilweise äußerst unmotiviert. Keine Ahnung wie lange wir darauf gewartet haben und wie viele Handzeichen unsererseits ignoriert oder nicht gesehen wurden, bevor sich jemand unserer erbarmte – es war letztendlich einfach nur nervig.

Auf unsere Nachfrage bei der Rezeption, ob man uns aufgrund eines späteren Massagetermins einen Late-Check-Out anbieten könnte, bekamen wir ein gönnerhaftes und absolut nicht freundliches “Sie haben Glück. Das Zimmer wird morgen nicht gebraucht.” zu hören. Ein Motivations- und Umgangskurs könnte dem Großteil der Belegschaft auf keinen Fall schaden.

Irgendwie logisch, dass unsere Zimmerkarte natürlich nach 12 Uhr nicht mehr funktioniert und wir mit unseren Bademänteln vor einer verschlossenen Türe standen, weil irgendjemand offensichtlich vergessen hatte, diese zu verlängern. Glücklicherweise war gerade eine Dame von der Zimmerreinigung im Flur, so blieb uns wenigstens die Peinlichkeit erspart, im Bademantel an die Rezeption zu gehen.

Anhand der bisherigen Erfahrungen stellten wir uns dann schon geistig auf eine Diskussion am Empfang ein, weil wir nach diesem Erlebnis befürchteten, dass der vereinbarte Late-Check-Out an der Rezeption nicht hinterlegt war. Zum Glück blieb uns dies wenigstens erspart, wir wurden gar nicht darauf angesprochen.

Äußerst positiv zu erwähnen bleibt der Wellness- und Poolbereich. Die Damen dort sind wirklich freundlich und hilfsbereit und der Bereich ist insgesamt sehr sauber und einladend. Die Beratung für die Massage- und Kosmetikbehandlungen sowie -produkte war sehr professionell und in keinster Weise aufdringlich. So verlebten wir noch einen schönen Sonntag bevor wir uns auf dem Heimweg machten.

Resort Schwielowsee - Pool

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Ein Kommentar zu “Resort Schwielowsee (2009/08)”

  1. am 14. Oktober 2009 um 16:35 1.Melanie schrieb …

    oje, das ist aber schade ;-(
    Das Hotel sieht nämlich auf den Fotos wirklich toll aus!!

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