Sylt im September

Geschrieben von daniela am 15. November 2009 | Abgelegt unter deutschland[essen+trinken], deutschland[reisen], essen+trinken[auswärts], reisen

Sylt ist eine wunderschöne Insel mit ihren weitflächigen Heide- und Dünenflächen, den vielen Friesenhäuschen mit ihren Reetdächern, dem Wattenmeer und den traumhaften Sandstränden. Wer einmal auf Sylt war, den lässt das Sylt-Fieber nicht mehr los. :)

Sylt Impressionen

Mit dem Wetter hatten wir leider nicht all zu viel Glück: Windböen bis knapp über 100 km/h und teils kräftige Regenschauer. Aber es gab auch einige wenige Sonnenlücken und regenfreie Stündchen, und so ließen wir es uns in den trockenen Perioden nicht nehmen, zwei kleine Strandspaziergänge zu machen. Einmal entlang der relativ grünen Küste auf der Wattenmeerseite und am Sonntag dann barfuß durch den Rantumer Sandstrand. Das war so traumhaft schön und ist einfach perfekt, um den Kopf frei zu bekommen.

Freitag nach der Arbeit ging es los. Zur Freude aller Passagiere, hielt sich die befürchtete Flugverspätung aufgrund des starken Windes, in Grenzen. Die Autoübergabe am Sylter Flughafen von Rosier erfolgte schnell und reibungslos und schon düsten wir mit unserem Leih-Golf im Dauerregen zu unserer Unterkunft, dem Hotel Strandhörn. Das Hotel liegt im netten Teil Wenningstedt, an der Westküste, ganz nah am Rande der Dünenlandschaft. Im Sommer ist hier bestimmt viel los, erstreckt sich doch fast über die ganze Länge des Ortes ein Sandstrand, der im Sommer als Badestrand für die Touristen dient.
Leider stellte sich das Hotel als ziemlicher Reinfall heraus. Wir werden es auf keinen Fall jemals wieder buchen. Immerhin scheint man Kritik gegenüber aufgeschlossen zu sein, das muss man durchaus positiv erwähnen.

Am Abend ging es dann ins Restaurant Karsten Wulff, wo wir uns ein gutes Abendessen mit nordischen Fischen schmecken ließen.

Glücklicherweise waren uns am Samstag ein paar wenige Sonnenlücken gegönnt. So “mussten” wir den Tag nicht nur mit Shoppen im schönen Kampen verbringen, sondern schlenderten auch ein wenig durch die wunderschönen Orte Keitum und Rantum und bewunderten die einfache aber äußerst schmucke St.-Severin-Kirche, die, wie wir gelernt haben, anscheinend besonders bei Promis zum Heiraten sehr beliebt ist.

Sylt Impressionen

Zu Mittag ging es in den nördlichen Teil der Insel, nach List. Ein Besuch beim Austernmeyer ist für uns bei einem Sylt-Besuch Pflicht! Das Bistro ist nicht sehr groß und relativ einfach gehalten, mit Holztischen und -Sesseln, ohne viel Schnick-Schnack. Das Besondere daran ist allerdings, dass man von überall im Restaurant durch eine große Glasfront einen Blick auf das Austernbecken werfen kann, wo die berühmten Sylter Royal gezüchtet werden. So frisch wie hier bekommt man kaum wo Austern serviert! Und sie schmecken einfach herrlich, am Besten natur, aber auch die vielen kreativen Vinaigrette-Kreationen sind einen Versuch wert. Mit ca. 2,50 EUR pro Stück kann man hier auch nicht wirklich meckern. Dazu ein kleines Fläschchen Champagner und die Welt ist wieder in Ordnung. :)

Austernmeyer - Schild Austernmeyer

Da wir das letzte Mal einen ausgesprochen netten Abend mit gutem Essen im Fährhaus Sylt genossen hatten, fiel die Wahl für Samstag Abend dieses Mal auf den Söl’ring Hof. Das Abendessen dort haben wir dann so was von genossen – ihr müsst unseren Beitrag dazu unbedingt lesen! Er lässt hoffentlich nicht lange auf sich warten. :)

Den Sonntag Nachmittag wollten wir eigentlich gerne, wie schon beim letzten Mal, in der Sansibar verbringen. Nach einem Strandspaziergang stießen wir dort allerdings aufgrund des Geburtstages von Air-Berlin Chef Hunold auf eine geschlossene Gesellschaft. Nach einem Blick auf Kai Pflaume & Co, entschlossen wir uns also, zu Mittag einen kleinen Happen im Fährhaus Sylt zu essen, hatten wir doch von unserem letzten Besuch gute Erinnerungen mitgenommen. Das Fährhaus Sylt ist wunderschön anzusehen und liegt genial an einem kleinen Hafen. Klare Linien, mit viel weißem Holz, verschaffen dem Außenbereich ein äußerst frisches Aussehen. In Decken gehüllt, gewärmt von einem Heizpilz, genossen wir also von der Terrasse den Blick aufs Meer und freuten uns schon auf ein Gläschen Wein und eine kleine Mahlzeit. Leider erwies sich der Service so etwas von unaufmerksam, wenn er denn überhaupt zu sehen war, dass es uns fast die gute Laune verdorben hätte. Abgesehen vom Servieren, ließ sich der Service so gut wie nie blicken. Kaum war eine Servicekraft also draußen, fing ein hektisches Händewinken an allen Tischen an, um den Service auf sich aufmerksam zu machen. Man kann sich also denken, dass es ewig gedauert hat, bis jemand in unsere Ecke kam … Nachdem unser Essen dann endlich am Tisch stand, die Weinflasche jedoch trotz mehrmaliger Erinnerung nach wie vor nicht, bestellten wir die Weinflasche etwas genervt kurzerhand wieder ab. Das Essen war wirklich gut, aber wenn man 16 Euro für eine Ofenkartoffel bezahlt und ein dermaßen schlechtes Service zu ertragen hat, dann fällt es einem wirklich schwer, dieses zu genießen. Wirklich schade, dass man so ein großes Potential durch ungeeignetes Personal kaputt macht.

Umso netter war dann der Wochenendabschluss bei Kaffee und Kuchen in der Kupferkanne. Man sitzt dort wirklich äußerst gemütlich umgeben von Kiefern und der Service ist trotz der Größe unglaublich aufmerksam, schnell und freundlich. Die Getränke und die Kuchenportionen sind riesig, schmecken aber herrlich selbstgemacht. Könnte zu einem weiteren Sylt-Fixpunkt für uns werden. :)

Kupferkanne

Bildergalerie Sylt

Sylt Impressionen: DünenSylt Impressionen: FriesenhäuschenAusternmeyerAusternmeyerKupferkanneKarsten Wulff - SignKarsten Wulff - House

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Ein Kommentar zu “Sylt im September”

  1. am 27. August 2010 um 22:19 1.l'art de vivre » Söl’ring Hof (2009/09) schrieb …

    [...] wir Anfang September ein stürmisches aber wundervolles Wochenende auf Sylt verbracht haben, hatten wir auch das Vergnügen einen schönen Abend im Söl’ring Hof zu [...]

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