Gehry’s prime beef restaurant (2009/12)

Geschrieben von daniela am 23. Januar 2010 | Abgelegt unter deutschland[essen+trinken], essen+trinken[auswärts]

Diesen Winter hat es in Düsseldorf so viel und oft geschneit, wie schon lange nicht mehr. Hab ich mir zumindest von Kollegen, Nachbarn und Freunden sagen lassen, die schon länger hier wohnen. Gut, dass wir uns damals im Mietvertrag die Verantwortung zum Schneeschippen aufs Auge drücken haben lassen, mit dem Hinweis, dass es hier ja eh nie schneit und wenn, dann bleibt der Schnee schon gar nicht liegen …
Jaja, da haben wir wohl den Schnee aus good old Austria mitgenommen. :)

Kein Wunder also, dass dieser “Ausnahmezustand” zu einigen mehr oder weniger größeren Problemen im Straßenverkehr geführt hat. Und im Flugverkehr! Dummerweise fand das Chaos am Düsseldorfer Flughafen genau an dem Wochenende statt, an dem wir Besuch von einem guten Freund aus Wien hatten. An einen Rückflug nach Wien am Sonntag Nachmittag war da natürlich nicht mehr zu denken, Informationen gab es weder vom Flughafen noch von den Airlines. Die Internetseite wurden einfach abgeschaltet, die Hotline war nicht zu erreichen und Personal vor Ort war auch nicht anzutreffen. Einzelheiten will ich euch ersparen und bestimmt stellt sich dem einen oder anderen jetzt berechtigterweise die Frage, wann ich denn endlich zum Punkt komme …

Gehry's - Impressionen

Bevor wir Drei also glücklicherweise wussten, was an diesem Sonntag noch auf uns zukommen sollte, kämpften wir uns über nicht geräumte Schneestraßen und im Schneesturm zum Hafen ins Gehry’s, voller Vorfreude auf ein ganz besonderes Stück Fleisch.

In einer der letzten Ausgaben von essen & trinken, wurde das Thema Steak näher betrachtet. Im Wesentlichen ging es um die verschiedenen Arten der Reifung. Am Ende des Artikels wurden dann eine handvoll Restaurants in Deutschland vorgestellt, in denen man ein am Knochen und nicht in vakuumierter Folie gereiftes Steak bestellen kann. Glücklicherweise gab es auch für unsere Heimatstadt einen Tipp und deshalb ließen wir uns auch nicht von einigen nicht ganz so begeisterten Bewertungen in Hinblick auf den Service davon abhalten, das Gehry’s zu besuchen.

Gehry's - ImpressionenDie weniger guten Erfahrungen mit dem Service sollten sich bewahrheiten. Obwohl wir während der ganzen Zeit die einzigen (!) Gäste waren (lag zugegebenermaßen vielleicht auch ein wenig am Wetter), mussten wir teilweise wirklich lange auf die Getränke und das Essen warten. Die Servicekraft war durchaus freundlich aber leider in vielerlei Hinsicht auch inkompetent und unfähig. Man merkte leider zu jeder Zeit, dass sie offensichtlich keine gelernte Fachkraft war oder zumindest davor schon sehr lange nicht mehr im Servicebereich tätig war. Daran müsste wirklich gearbeitet werden!
Die Einrichtung selbst gefiel mir ganz gut, da die Räumlichkeiten aber sehr groß und hoch sind, war das Ambiente ob der Tatsache, dass außer uns keine anderen Tische besetzt waren, etwas eigenartig. Schade eigentlich, denn das Essen war eigentlich wirklich gut.

Neben der Standardkarte gab es auch eine Art Tageskarte. Meine erste Wahl zur Vorspeise, ein Auberginenrisotto, stand auf eben dieser aktuellen Karte. Ich fand es etwas eigenartig, dass die Kellnerin etliche Minuten nach der Bestellaufnahme zurückkam, um mir mitzuteilen, dass die Küchencrew leider gerade erst mit dem Risotto beginnen würden und es dieses daher erst am Abend geben würde. Was?!

Die nächste Auswahl traf ich dann doch lieber aus der Standardkarte: Tajine von gegrilltem Gemüse mit Trüffel. Die Trüffelscheiben schmeckten wie erwartet nach nichts, dafür war das Gemüse wirklich wunderbar gewürzt. Auch an den Ochsenschwanzravioli und dem Carpaccio meiner beiden Begleiter gab es nichts auszusetzen.

Doch dann kam der Höhepunkt, der eigentliche Grund für unser Kommen: das Steak! Während Thomas sich für ein Amerikanisches Beef entschied, wählten C. und ich ein Deutsches Rinderfilet, das vier Wochen am Knochen gereift war. Bei den meisten Steakkarten hat man die Wahl zwischen 180g, 250g und 400g, Beilagen und Saucen müssen getrennt bestellt werden. Alle Fleischstücke werden in einem 800°C heißem Ofen zubereitet, was dem Fleisch einen wirklich tollen Geschmack verleiht. Die Steaks kamen alle perfekt gebraten an den Tisch, aber ich bin der Meinung, dass das luftgereifte Steak wesentlich intensiver und zarter in der Textur war.

Gehry's - Rinderfilet

Was also die Steakarte betrifft, gehen auf alle Fälle beide Daumen hoch! Am Service sollte man jedoch rasch arbeiten …

Bildergalerie (Klick auf ein Foto, um die Galerie zu öffnen!)

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10 Kommentare zu “Gehry’s prime beef restaurant (2009/12)”

  1. am 1. Februar 2010 um 19:38 1.Monika schrieb …

    Christian schwärmt noch immer von dem traumhaften Steak! Sag, kann man bei euch auch eine Anfrage stellen? Wir sind auf der Suche nach einem guten Restaurant in Lissabon – hättet ihr einen Tipp für uns??

  2. am 1. Februar 2010 um 21:17 2.Thomas schrieb …

    Hallo Monika,
    also in Lisabon habe ich tatsächlich einen Tipp für Euch (…). Waren ja selbst noch nicht da, aber ich will auf jeden Fall sehr gerne mal hingehen.
    Nennt sich Eleven http://www.restauranteleven.com/
    Das Restaurant ist sehr modern eingerichtet, hat einen traumhaften Blick über die Stadt und serviert moderne, leichte Mittelmeerküche mit rergionalen Zutaten!

  3. am 1. Februar 2010 um 21:34 3.daniela schrieb …

    Eine Bloggerkollegin hat mir das Bocca (http://www.bocca.pt/) empfohlen. Sieht meiner Meinung nach auch ganz toll aus.

  4. am 7. März 2010 um 00:11 4.Andreas schrieb …

    Monika, warst Du bereits in Lissabon? Ich hätt da einen genialen Tip. Nämlich nicht nur essen, sondern Essen+Kultur. (sorry, Thomas&Daniela…muss manchmal sein). Was heisst das nun genau? Da wird in einem sehr schumrigen Keller ein mehrgängiges typisches portugisiesches Menü gegessen, und dazwischen gibt es original portugiesischen “Fado”, unglaublich, sag ich Dir!! Muss man aber mögen. Das Lokal heisst “Parreirinha d’Alfama”, Gruss Andreas

  5. am 7. März 2010 um 09:12 5.daniela schrieb …

    Ts, als ob ich was gegen Kultur hätte … ;-) Und Fado ist toll Monika!
    Von Yasmin Levy hab ich übrigens schon 3 CDs. Könnt ihr euch noch daran erinnern, Andreas?

  6. am 7. März 2010 um 16:34 6.Monika schrieb …

    Danke, Andreas, für den Tipp! Essen mit Fado-Begleitung hört sich sehr gut an. Würde mir gefallen, mal sehen, ob ich meinen lieben Gatten dazu überreden kann…

  7. am 7. März 2010 um 21:31 7.Andreas schrieb …

    Hallo Daniela,
    kann mich noch gut an das Konzert mit Yasmin Levy erinnern im Zelt in der Düsseldorfer Altstadt, mit Margot, Dir und Esther. Aber Fado ist (aus meiner Sicht) nicht dasselbe wie das was Yasmin Levy singt.

    Monika, übrigens, hinter diesem link eine recht treffende Beschreibung des Lokales. Du musst die Bewertung des Gastes aus Toronto lesen.

    http://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g189158-d195869-r3515200-Parreirinha_d_Alfama-Lisbon_Estremadura.html

    Grüsse
    Andreas

  8. am 7. März 2010 um 22:40 8.daniela schrieb …

    Du hast recht Andreas! Hab mich im Internet ein wenig schlau gemacht, das ist nicht ganz dasselbe. Jetzt bin ich wieder ein Stückchen klüger. :)

  9. am 2. April 2010 um 00:50 9.Andreas schrieb …

    jaja, so ist das Leben, der ane foart noch Paris, der andere nach …

  10. am 2. April 2010 um 01:23 10.Andreas schrieb …

    aber zugegeben, Daniela, der portugiesische Fado und der Gesang von Yasmin Levy sind ähnlich. Insofern ähnlich, als dass beide Gesänge durch eine extrem emotionale Ausdrucksweise geprägt sind. Man merkt die Hingabe der Interpreten. Grüsse, Andreas

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