Mönchenwerth Molekularmenü VIII (2010/01)

Geschrieben von daniela am 11. März 2010 | Abgelegt unter deutschland[essen+trinken], essen+trinken[auswärts]

Anfang diesen Jahres war es überraschenderweise und sehr kurzfristig wieder so weit: Guy de Vries verwöhnte im Restaurant Mönchenwerth seine Gäste mit einem neuen Molekularmenü, mittlerweile bereits die Nummer VIII.

Und ehrlich gesagt: es war ein Top-Menü! Die molekularen Highlights wurden sparsam und immer gut durchdacht eingesetzt, bildeten sozusagen meist das i-Tüpfelchen zum Gericht und dienten nicht nur der Effekthascherei. Im Vordergrund standen exzellente Produkte und teilweise phantasiereiche Kombinationen, die äußerst positiv verblüfften.

Mönchenwerth - Molekularmenü VIII

Der erste Gang war leider so überhaupt nicht unser Geschmack, vor allem das Champagner-Espuma hatte einen viel zu bitteren Ton. Die darauffolgende Handrolle mit den von mir so heißgeliebten gefriergetrockneten Himbeeren war dafür hammermäßig gut und nur meine gute Erziehung hat mich davon abgehalten, in die Küche zu stürmen und nach mehr zu verlangen. :)

Mönchenwerth - 1. GangMönchenwerth - 2. Gang

Die Stopfleber in der Tube ist ja mittlerweile ein Klassiker bei den Molekularmenüs im Restaurant Mönchenwerth und hat wie immer wunderbar geschmeckt. Eine Neuentdeckung für uns waren die Gamba Carabiniera, die im nächsten Gang serviert wurden. Diese wunderbar tiefrote Farbe (übrigens auch schon im Lebendzustand), das äußerst feine, saftige und geschmackvolle Fleisch – was für eine Offenbarung! Komisch kam mir vor, dass wir diese Rote Riesengarnele, wie sie bei uns weniger klangvoll heißt, noch nie bewusst in der Spitzengastronomie wahrgenommen haben.  Und wir sind ja nun wohl bekanntermaßen nicht selten in Restaurants vorzufinden. :) Internetrecherchen klärten dann auf, dass diese Delikatesse in Deutschland und Österreich wohl selten zu bekommen ist. Kein Wunder bei den Preisen …

Mönchenwerth - 3. GangMönchenwerth - 4. GangMönchenwerth - 5. Gang

Im nächsten Gang hieß es, selbst Hand an legen. Hierfür wurde in der Küche eine Rapsöl-Masse in eine Spritze aufgezogen. Wenn man diese dann am Tisch in die heiße Flüssigkeit “injiziert”, so erhält man feste Nudeln. Auch nichts Neues für uns, aber in die Consommés von Guy könnt ich mich jedes Mal aufs Neue reinlegen. Insofern hat uns auch die Fasanbrühe mit Rapsnudeln sehr glücklich gemacht.

Mönchenwerth - 6. GangMönchenwerth - 6. Gang

Mönchenwerth - 6. GangMönchenwerth - 6. Gang

Ein weiteres Highlight war der warme Pecorino. Was auch immer damit in der Küche gemacht wurde – der Geschmack lässt mich noch heute davon träumen! Fürs Auge war es ebenfalls sehr schön an zu sehen.

Mönchenwerth - 10. Gang

Die Ingwersphäre als Zwischengericht war leider schon ein wenig zu hart und ist nicht wirklich im Mund geplatzt, dafür war der Limonengrasschnee herrlich luftig und geschmackvoll. Eine Besonderheit war auch das Dessert, die Adaption eines Parfums. Welches Parfum, das hab ich natürlich schon wieder vergessen, aber die Idee und Umsetzung fanden wir klasse! Jede Geruchskomponente des Parfums wurde als Geschmack in einem unterschiedlichen Zustand Teil des Desserts. Ganz großes Kino!

Mönchenwerth - 8. GangMönchenwerth - 11. Gang

Und wie immer gibt’s zum Abschluss noch alle Fotos inklusive einer kurzen Beschreibung als Diashow.

**** PHOTO-DIASHOW! ****

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