Panchmael Dal + Thenga Paal Kozhi

Geschrieben von daniela am 19. August 2010 | Abgelegt unter essen+trinken[zuhause]

Auf das Buch “660 Curries” von Raghavan Iye bin ich Anfang diesen Jahres bei Petra von foodfreak gestoßen, als sie das Rezept Dhania Murghi vorgestellt hat, das uns beim Nachkochen wunderbar geschmeckt hat. Bei der Auswahl der Speisen tu ich mir ehrlich gesagt jedes Mal aufs Neue ein wenig schwer, denn in dem Schmöker findet sich nicht ein einziges Bild. Andererseits hat das auch den Vorteil, dass es keine Enttäuschung gibt, weil das Essen nicht so toll aussieht wie auf dem Kochbuchfotos. :) Und wenn man sich schon ein wenig in der indischen Küche auskennt, dann kann man sich beim Überfliegen der Zutaten und des kurzen Einführungstextes schon durchaus einmal eine grobe Vorstellung machen.

Thenga Paal Kozhi Thenga Paal Kozhi

Dieses Mal fiel die Wahl auf  Thenga Paal Kozhi, ein Hühnercurry, das bis auf Kurkuma eigentlich keines der hauptsächlich für die indische Küche typischen Gewürze enthält. Ein gutes Einsteigergericht für Anfänger finde ich, denn als ich das erste Mal ein Rezept für ein indisches Curry durchgelesen habe, war ich ehrlich gesagt schon sehr eingeschüchtert und verwirrt von der langen Liste der Zutaten. Das Thenga Paal Kozhi jedenfalls hat uns gut geschmeckt und wird bestimmt noch das eine oder andere Mal gekocht werden. Gäbe es da nicht so eine große Fülle an Hühnercurries, die noch ausprobiert werden wollen …

Panchmael Dal + Thenga Paal Kozhi

Meinen ersten Kontakt mit der indischen Küche hatte ich, als mich ein Arbeitskollege im zarten Alter von 21 Jahren zum Mittagessen zu einem Inder mitgenommen hat. Er bestellte mehrere vegetarische Speisen und wenngleich ich auch hier auf der einen Seite zwar von der Geschmacksexplosion ein wenig überfordert war, so war ich damals gleichzeitig auch unglaublich fasziniert davon, wie toll reine Gemüsegerichte schmecken können.

Thenga Paal Kozhi Panchmael Dal

Aus dem Buch “Curry: Die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika” von Vivek Singh, aus dem wir an diesem Abend auch das Rezept für die Naans genommen haben, stammt auch die Idee für Panchmael Dal. Panchmael bedeutet Fünfermischung und wird im Original deshalb auch mit fünf verschiedenen Hülsenfrüchten zubereitet: Mungbohnen (Moong dal), gelbe Linsen (Toor dal), Kichererbsen (Chana dal), Urdbohnen (Urad dal) und roten Linsen (Masoor dal). Wenn man allerdings nicht alle Sorten vorrätig hat oder beschaffen kann, dann ist das kein Beinbruch. Ich hatte zum Beispiel keine Mungbohnen und gelbe Linsen zu Hause und habe stattdessen ein paar braune Linsen und von den restlichen Hülsenfrüchten ein wenig mehr genommen. Dieses Gericht war unglaublich gut und wird zusammen mit der Gewürzbutter (Tadka) aus Chili, Kumin, Nelken und Knoblauch auf alle Fälle in die fixe Datenbank übernommen. Nur vom Ghee würde ich das nächste Mal weniger nehmen, da auch das Tadka damit zubereitet wird und der Geschmack sonst für mache zu dominant wird.

Nachtrag: Als ich heute in Foodinas Blog schaute, musste ich lachen. Sie hat in ihrem Artikel über Gajar Mutter geschrieben, dass es bei ihnen oft zwei indische Gerichte gibt und sie so auch die Möglichkeit hat, ein vegetarisches aus zu probieren. Ein vegeatrisches Gericht alleine, würde bei ihrem Mann nämlich nicht wirklich gut ankommen. Kommt mir irgendwie bekannt vor. :)

Post to Twitter

8 Kommentare zu “Panchmael Dal + Thenga Paal Kozhi”

  1. am 19. August 2010 um 14:19 1.Tina schrieb …

    *lach*

    Da sind wir auch sicher nicht alleine…

  2. am 19. August 2010 um 18:40 2.Evi schrieb …

    “Und wo ist das Fleisch? Morgen gibt’s aber wieder Fleisch?”

    Mit der indischen Küche bin ich bis jetzt nicht so warm geworden. Meine ersten Assoziationen sind “fettig, zwiebelig, hülsenfrüchtig”. Brauch ich im Moment nicht, bzw. wird schlecht vertragen. Ich wälz dann mal mein Indien-Kochbuch und versuche mich vom Gegenteil zu überzeugen. ;)

  3. am 19. August 2010 um 20:21 3.Tina schrieb …

    Evi, versuch mal Saag Chicken – http://foodina.wordpress.com/2010/07/07/saag-chicken-naan-und-aloo-ki-tikki/ – keine Hülsenfrüchte, die Zwiebeln kannst zu Not auch weglassen und fettig ist das auch nicht. Aber sehr lecker.

  4. am 19. August 2010 um 21:36 4.daniela schrieb …

    Jaja, das scheint wohl in den meisten Haushalten sehr ähnlich ab zu laufen. :)

    Manchmal ist mir das indische Essen auch zu schwer, wobei ich diese Art schweres Essen meist besser vertrage als zB einen fetten Schweinebraten oder so. Und ja, es gibt total leckere Hülsenfrüchterezepte, aber ich liebe auch die Kartoffel oder Karfiolgerichte der indischen Gerichte. Probier da einmal was aus, wenn du ein Rezept dazu findest.

  5. am 20. August 2010 um 08:44 5.Evi schrieb …

    Danke, Tina. :) Mal sehen, ob wir das ohne Spinatdiskussion über die Bühne bekommen. Sieht gut aus. Es ist ja nicht so, als hätte ich keine indischen Kochbücher hier zu Hause, ich müsste vermutlich nur mal ordentlich Rezepte suchen. In meinem Hinterkopf schreit alles “Bohnen!!” Die Anfangshemmschwelle… ;)

  6. am 14. September 2010 um 22:38 6.Julia schrieb …

    Hui, ein indisches Kochbuch, das ich noch nicht kenne und das ganz toll klingt!! Auch ein guter Tipp für Indien-Einsteiger: Fisch Curry. Das ist relativ leicht, nicht zu scharf und schmeckt auch Newbies. Noch ein Tipp: leichten Joghurt statt der Sahne nehmen, die in indischen Rezepten oft zu finden ist. Und das Kochbuch “Fresh India” (habe ich im Blog vorgestellt) stellt Rezepte typischer Gerichte in leichterer Variante vor. Es muss nicht immer schwer sein. Aber lecker ist es immer :)

  7. am 15. September 2010 um 09:18 7.daniela schrieb …

    Nach dieser Empfehlung landet das Buch gleich auf meiner Wunschliste. :) Danke Julia!
    Ich hoffe, es geht dir mittlerweile ein wenig besser?

  8. am 15. September 2010 um 12:42 8.Julia schrieb …

    Cool. Freut mich. Es ist wirklich permanent bei mir im Einsatz. Vor allem die Mengenangaben in Gramm/Mililiter etc. sind echt angenehm für ein engl. Kochbuch.

    Und danke, alles wieder ok :)
    So ok sogar, dass es Spaghetti Puttanesca gibt. Rezept wird dann morgen gepostet. CU

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben