Patara (2010/07)

Geschrieben von daniela am 2. September 2010 | Abgelegt unter essen+trinken[auswärts], österreich[essen+trinken]

Eigentlich wollten wir zu Mittag nur eine Kleinigkeit essen, aber als wir dann mehr oder weniger zufällig am Wiener Petersplatz auf das Patara stießen, konnten wir einfach nicht daran vorbeigehen, ohne eine Reservierung vorzunehmen. Die Einrichtung in violett und orange trifft genau meinen Geschmack und beim Lesen der Karte, hätten wir uns am Liebsten sofort auf die Terrasse gesetzt.

Patara

Das Patara in Wien ist das neunte Restaurant dieser Kette, die 1990 ihr erstes Restaurant in London eröffnet hat.  Mittlerweile gibt es dort schon vier Patara-Restaurants, weitere in Genf, Singapur, Peking, Bangkok und seit Juni 2010 auch in Wien. Authentische aber innovative thailändische Küche soll hier geboten werden, die Köche müssen alle eine Ausbildung in Traditionshaus in Bangkok absolvieren, bevor sie in den Restaurants an den Herd dürfen. Na mal sehen!

Das Fleisch beim gegrillten Rinderstreifensalat ist ausgezeichnet, das scharfe Limonen-Kräuterdressing könnte für unseren Geschmack ein klein wenig schärfer und mehr sein, ist ansonsten aber sehr harmonisch abgestimmt.

Patara - Vorspeise

Das grüne Curry mit Freilandhühnerbrust (TOP!) wird in einer schönen goldenen Schüssel angerichtet und schmeckt genauso, wie es schmecken soll.

Patara - Hauptgang I

Eine wirklich beeindruckend gute Qualität kommt beim Fisch auf den Teller. Die Brasse wird im Bananenblatt gegrillt und mit einer köstlichen Panang Currysauce serviert. 1A!

Patara - Hauptgang II

Obwohl wir pappsatt sind, kann ich nicht anders, als den Klassiker unter den thailändischen Desserts zu bestellen: Gelbe Thai-Mango mit Kokosklebereis. Ich liebe es einfach, besonders wenn wie hier eine perfekt gereifte Mango und perfekt gegarter Klebereis mit bester Kokosnussmilch auf den Teller kommen.

Patara - Dessert

Ehrlich gesagt muss man bei diesen gesalzenen Preisen aber auch erstklassige Qualität erwarten können. Es gibt kaum einen Hauptgang, der unter die 30-Euro-Grenze fällt. Da muss man erst einmal schlucken. Man darf gespannt sein, ob das gut angenommen wird, wo doch im Moment die höher preisige Gastronomieszene in Wien ein wenig in die Krise gekommen ist. Wer es sich leisten will und kann, dem sei ein Besuch im Patara jedoch wirklich ans Herz gelegt. Der Service ist gut geschult, sehr aufmerksam und nett, fast schon überbemüht allerdings nicht im lästigen Sinne. Die Qualität der Speisen ist mehr als gut, die Weinkarte beachtlich und zumindest wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Patara - Impressionen Patara - Impressionen

Post to Twitter

5 Kommentare zu “Patara (2010/07)”

  1. am 2. September 2010 um 09:13 1.Evi schrieb …

    Neidvolle Blicke von mir! Zum Glück ist das nächste Restaurant der Kette so weit weg, dass ich nicht in den Gewissenskonflikt um die 30 Euro Hauptgänge komme. ;)

  2. am 2. September 2010 um 10:46 2.Eline schrieb …

    H. war auch schon dort, ich leider nicht. Wir sind in London fast schon Stammgäste im Thai Patara in der Maddox Street. Das Essen ist laut H. in London authentischer, preislich günstiger und viel schärfer! In Wien dürften sich die Köche nicht so trauen.
    Ich hab mal hier über das Londoner Patara geschrieben:
    http://kuechentanz.blogspot.com/2009/12/virtuose-papieresser-perfekte-green.html

    Und habe mir den herrlichen grünen Curry (in London mit Sirloin) als Vorbild für meine eigene Chilipaste genommen. Falls es dich interessiert:
    http://kuechentanz.blogspot.com/2010/02/nam-prik-kaeng-khiaw-waan-grune-thai.html

  3. am 2. September 2010 um 16:03 3.daniela schrieb …

    Evi, wenn der Laden bei uns um die Ecke wär, würd ich höchstwahrscheinlich auch öfter in Versuchung kommen. So trennen uns zum Glück an die 1000 km. ;)

    Danke für die Links Eline. Deine grüne Currypaste werde ich auf alle Fälle mal ausprobieren. Irgendwie gelingt mir die zu Hause auch nie so gut wie damals, als wir sie in Thailand bei einem Kochkurs gemacht haben. Wir sind übrigens in den nächsten Monaten auch wegen “Biiiieesness” (gefällt mir) in London, da sollten wir wohl auch mal einen Abstecher zu eurem Lieblingsthailänder machen.
    ps.: Wenn ich meinem Mann erzähle, dass du einen Thermomix hast, kann ich ihn bald wirklich nicht mehr davon überzeugen, dass wir keinen brauchen. ;)

  4. am 3. September 2010 um 11:47 4.Eline schrieb …

    In der Maddox Street muss man unbedingt reservieren. Ist ziemlich beliebt. Sehr charmante Geschäftsführerin.
    Den Thermomix brauch ich jeden Tag – vom morgentlichen Smoothie über Sous Vide Garen, gefrorenen Parmiggiano schnell feinst zerkleinern bis zum banalen Eierkochen.

  5. am 3. September 2010 um 13:35 5.daniela schrieb …

    Sous Vide Garen machst du auch im Thermomix Eline? Das ist wirklich interessant.
    Smoothi & Eierkochen find ich ja nett, aber dazu brauch ich keinen Thermomix. Das versuch ich meinem Mann auch immer zu erklären. Natürlich, wenn er schon mal da ist, verwendet man ihn, keine Frage. Aber so vom Kosten-Nutzen-Verhältnis bin ich noch nicht wirklich überzeugt. Müsste mich generell einmal mehr mit dem Ding beschäftigen.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben