the dining room (2011/05)
Geschrieben von daniela am 22. Dezember 2011 | Abgelegt unter england[essen+trinken], england[schlafen], essen+trinken[auswärts], schlafen[auswärts]
So eine Reise von Düsseldorf nach Irland mit dem eigenen Auto macht richtig Spaß. Man kommt in Gegenden, in die es einen ansonsten wohl eher nicht verschlagen würde. Nach einem Zwischenstopp und gutem Abendessen in Cadzand-Bad ging es durch dem Eurotunnel weiter nach Südostengland. Von dort führte uns der Weg ins 400 km entfernt gelegene Ashbourne, wo wir vor der Fährüberfahrt nach Irland am nächsten Morgen bei Laura und Peter einkehrten.
Die beiden haben vor knapp 10 Jahren ihr Pub in Essex aufgegeben und sich hier in Derbishire, der Heimat von Laura, einen großen Traum erfüllt: ihr eigenes kleines Restaurant, the dining room mit gerade einmal 18 Plätzen.
Peter hat zwar ab und an eine Aushilfe zur Unterstützung, aber ansonsten schaukelt er an den drei Abenden, die das Restaurant geöffnet hat, die Küche ganz alleine. Die meisten Produkte bezieht er aus dem näheren Umkreis, und vieles wird selbst gemacht, zB geräuchert, eingelegt und gebacken.
Laura hat im Service Unterstützung von ein paar jungen Mädchen und Burschen aus der Gegend. Klar ist der Service dadurch nicht rundum perfekt, dafür umso charmanter und es hat uns an nichts gefehlt. Einzig die Tatsache, dass uns ein wenig die persönliche Note an dem Abend gefehlt hat, wäre als kleine Kritik anzumerken. Als Gast entscheidet man sich ja ganz bewusst für diese Art Restaurant und erwartet dann keinen fehlerfreien Service dafür allerdings eine wohnliche, gemütliche Atmosphäre – die vorhanden war – aber auch mehr persönliche Ansprache. Vielleicht lag es auch daran, dass der Laden bis auf den letzten Platz belegt war. Das fand ich ja angesichts der Tatsache, dass Ashbourne nicht gerade eine Großstadt ist oder in der Nähe einer solchen liegt, dann doch sehr beeindruckend.
Das Essen war durch die Bank schwer in Ordnung. Es gab “Fast Food”,
selbstgeräucherte Ente und selbstgeräucherten Lachs (sehr gut!),
überaus köstliche frittierte Lammbries-Bällchen mit einem erfrischenden Zitronenshot,
moderne Teller (Krabbe aus Portland mit Currypulver)
und klassische Teller (heimisches Schwein aus Ashbourne).
Und ich hab zum ersten Mal ein Eichkatzerl gegessen. Bis zum Schluss wollte ich nicht glauben, dass es wirklich ein Eichkatzerl gewesen sein sollte. Das frittierte Bällchen schmeckte nämlich eigentlich gar nicht mal so schlecht… Das Internet spuckt übrigens interessante Artikel zu dem Thema aus, wen’s interessiert.
Perfekt wenn man wie wir dann auch noch ein Schlafplatzerl im neuen Appartement nebenan ergattert. Wir hatten sogar die Ehre, als erste Gäste in den neuen Räumen übernachten zu dürfen. Sehr gemütlich und charmant, mit einer Küche, in der es an nichts zu fehlen scheint. Viele kleine Details stechen positiv ins Auge, zB ein selbstgebackener Briochelaib, selbstgemachtes Müsli, Milch und Butter vom Bauern nebenan oder handgemachte Seife, die man gerne mitnehmen durfte.
Wenn wir am nächsten Tag nur nicht in aller Früh aus den Federn gemusst hätten, um die Fähre noch zu erwischen…
3 Kommentare »





















am 22. Dezember 2011 um 08:46 1.Martin schrieb …
DAS–IST–FAN-TAS-TISCH! #ihaveadream
am 22. Dezember 2011 um 15:35 2.Lu schrieb …
wieder welche, die es richtig machen. bin angetan! :)
(herr, wirf geld vom himmel, die erde hat platz für noch mehr solcher häuser)
am 30. Dezember 2011 um 14:33 3.daniela schrieb …
Kann uns nur als Motivationsschub dienen. :)